Sammelsurium -93- (Etwas mehr über mich und ein „Stöckchen“)

Ich wurde nominiert …

Ich bin zuletzt gleich dreimal im Rahmen verschiedener Blogawards nominiert worden. Da das „Ob“ und „Wie“ der Teilnahme letztlich freiwillig ist, habe ich mich entschieden, auf die nachfolgende Art auf die jeweils gestellten Fragen einzugehen. Ich tue das, weil ich weiß, dass die Nominierungen aus wirklicher Wertschätzung und ehrlichem Interesse resultieren und ich mich deshalb einem etwas näheren Kennenlernen nicht verschließen möchte.

Hier also nacheinander meine Antworten auf die einzelnen Fragen. Zunächst die von Barbara – https://einefrageamtag.de/

• Was würde mich an Dir überraschen?

Ach, da gäbe es bestimmt so einiges. Jeder Mensch birgt Überraschungen für seine Mitmenschen in sich, weil jeder Mensch einzigartig ist. Was Dich wirklich überraschen würde, hinge von vielem ab, denke ich: von Deinen Erwartungen, die Du gegenüber dem betreffenden Menschen hast, von Deinem (schon oder noch nicht vorhandenen) Wissen über ihn, sehr auch von Deinen eigenen Werten, dem was Dir mehr oder halt auch weniger wichtig ist.

Meine Beobachtung bislang ist, dass etliche Menschen überrascht darüber sind, mit wie wenig (vor allem was Materielles betrifft) ich wirklich zufrieden bin, wie viele Dinge mir tatsächlich Angst machen, was ich alles bemerke, wahrnehme, was anderen gar nicht auffällt und, dass ich selbst nicht Auto fahre (keinen Führerschein besitze).

• Was machst Du komplett anders als andere Leute?

Ich glaube, ich denke oft sehr speziell. Aber ob das jetzt komplett anders ist? Da sind auch andere Sachen, die mich sicher von vielen, vielleicht auch von den meisten meiner Zeitgenossen unterscheiden, aber ob ich einzelne Sachen tatsächlich komplett anders mache? Da sind schon so gewisse „Schrullen“, die sich im Laufe der Zeit entwickelt und verfestigt haben, aber ansonsten … Ich weiß nicht …

• Womit kannst Du inzwischen leben, obwohl Du lange damit gehadert hast?

Ich kann einzelne Eigenschaften, die mich im Besonderen ausmachen, inzwischen ein bisschen besser selbst annehmen als noch vor ein paar Jahren. Das ist allerdings nach wie vor oft schwer, und es gibt noch bei Weitem mehr, wo das nicht so ist, wo es mir nach wie vor nicht gelingt.

• Wohin geht Deine nächste Reise?

Das weiß ich noch nicht. Es gibt da so zwei, drei Wünsche in mir, die nicht spektakulär sind. Die tatsächliche Planung von Reisen hängt in den allerseltensten Fällen nur von mir allein ab, deshalb ist das für mich kaum zu beantworten.

• Was war deine interessanteste Erfahrung mit Drogen?

Das mag jetzt langweilig klingen, aber ich habe keine Erfahrungen mit Drogen, schon gar keine „interessanten“. Drogen machen mir Angst. Auch Alkohol. Und folgerichtig auch betrunkene Menschen. Ich trinke deshalb selbst nur sehr wenig Alkohol. Meine Zeit des „rauchen Probierens“ liegt Jahrzehnte zurück und alles andere ist mir gänzlich fremd.

*

Weitere Fragen sind von  Sophie  – https://liebesgedankentagebuch.wordpress.com/blo/ :

• Welche ist deine Lieblingsjahreszeit und warum?

In meiner Kindheit war das tatsächlich der Herbst. Heute ist es das Frühjahr, weil es so viel mit Erwachen, mit neu geboren Werden, zu tun hat. Eine meiner Lieblingsfarben, das zarte Lindgrün, macht viel des Frühjahrs aus. – Der Herbst hingegen ist mir immer schwerer geworden. Dennoch liebe ich auch etwas an und in ihm, die wundervollen Farben zum Beispiel. Letztlich hat schon jede Jahreszeit schöne Seiten, und so kann ich auch jeder etwas abgewinnen. Dem Frühling und dem Sommer halt etwas mehr als den anderen beiden.

• Was ist dein Lieblingsbuch?

Eine einfache Frage, für mich freilich unsagbar schwer, ja im Grunde gar nicht beantwortbar. Weil ich Bücher grundsätzlich liebe und nicht nur eines zu jenen zähle, die ich „Lieblingsbuch“ nennen mag. Wenn ich jetzt hier einige wenige aufzähle, dann sind das alles Lieblingsbücher von mir, aber die Liste ist nicht vollständig. Kann sie gar nicht sein … :

„Nachtzug nach Lissabon“ von Pascal Mercier
„David Copperfield“ von Charles Dickens
„Die Insel“ von Robert Merle
„Jane Eyre“ von Charlotte Bronte
„Die Stadt der Blinden“ von Jose Saramago
„Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak
„Ditte Menschenkind“ von Martin Andersen Nexö
„Der Schwarm“ von Frank Schätzing
„Der Steppenwolf“ von Hermann Hesse
„In einer kleinen Stadt“ („Needful Things“) von Stephen King
„Schuld und Sühne“ von Fjodor Dostojewski
„Das Haus der Schwestern“ von Charlotte Link
„Im Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafon
„Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde
„Sturmhöhe“ von Emeli Bronte

• Wenn du ein Tier sein könntest, welches möchtest du sein und warum?

Ein Delfin! Unbeschwert durchs Wasser gleiten zu können, den Reichtum des Meeresgrundes schauen, in die Höhe zu springen vermögen und dabei den Himmel zu erblicken und so viel Intelligenz besitzen, anderen Lebewesen helfen zu können.

• Welche drei Dinge würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen?

Einen lieben Menschen, eine Schreibmappe, ein Buch.

• Wofür bist du heute dankbar?

Dafür, dass ich bislang nie einen Krieg erleben musste, dass ich in einem Land, einer Region geboren worden bin, wo ich Natur, Literatur, Musik und liebe Menschen um mich herum haben kann, ohne wirkliche Not und Bedrohung zu erleben. Dafür, dass ich satt zu essen habe und eine warme Unterkunft.

*
Zum guten Schluss kommen hier nun auch noch meine Antworten auf die Fragen von SB – https://starkbleibenblog.wordpress.com/blog/

• Wer ist dein Vorbild und warum?

Mein Vater.

Ich verdanke meinem Vater viel, besonders meine Liebe zu Büchern, zur Natur, mein Bestreben freundlich zu meinen Mitmenschen zu sein, ein aufrichtiges Leben zu führen. Mein Vater vereinigt in sich vor allem Eigenschaften wie Aufrichtigkeit, Verlässlichkeit, Bescheidenheit, Treue, Menschlichkeit. Er betrachtet Dinge und Menschen differenziert und verständnisvoll, ist vielseitig interessiert und war und ist in der Lage, fast alles zu meistern. Er war und ist stets ein guter Vater, der mir immer mehr zu meinem besten Freund geworden ist.

Auch meine Großmutter mütterlicherseits, meine „Lieblingsoma“ wird mir stets ein Vorbild bleiben. Sie hat unendlich viel Schweres und Schlimmes durchleben müssen und ist doch immer eine Frau voller Liebe, Herzlichkeit und menschlicher Größe geblieben.

Ansonsten, „im Größeren“, sehe ich in Albert Schweitzer ein Vorbild, den ich sehr schätze, weil er eine wunderbare Ethik entwickelt, vertreten, verkörpert und auch wirklich gelebt hat. Ich glaube, er gehört zu den ganz wenigen Menschen, die keine „dunkle“ Seite haben.

• Welches Lied nimmt dich mit in eine andere Welt?

Oh, das ist nicht bloß eins. Es sind viele, die mich in andere Welten, ins Land meiner Träume, führen und dieses Land in immer neuen Farben malen, Teil dieses Landes werden.

Buchstäblich in das letzte Land, in das ich reisen werden, werde ich freilich EIN Lied mitnehmen und es mich. Ich habe es schon zweimal geteilt in meinem Blogtagebuch, zu hören ist es:  hier

• Auf was bist du besonders stolz?

Stolz ist eine schwierige Eigenschaft für mich. Ich beantworte daher die Frage mit etwas anderen Worten: Ich bin schon irgendwie froh darüber, bislang nie wirklich oder gar vollständig aufgegeben zu haben. Ansonsten ist da nicht so viel, was mir einfiele, zumindest nicht auf mich bezogen. Wie gesagt, mit „Stolz“ als Empfindung, als Eigenschaft, kann ich persönlich wenig anfangen.

• Was ist dein Ziel im Leben bzw. deine Lebensaufgabe?

Nicht ganz umsonst gelebt zu haben. Für andere Menschen, vor allem meine kleine Familie und alle lieben, sensiblen Menschen, da zu sein, wenigstens den mir möglichen Anteil daran zu leisten, dass unsere Welt nicht kaputt geht, dass Menschen gegenseitig, rücksichts- und respektvoll und in Würde miteinander leben können, dass die Natur bewahrt wird, Frieden wird und bleibt. Meinem Sohn einen guten Start in sein Leben zu ermöglichen, für ihn da zu sein, wenn er mich braucht, so lange ich irgend kann.

Ganz kurz gesagt, ist mein Sinn: Liebe zu finden und Liebe zu schenken.

• Dein allergrößter Wunsch

Mich einmal ganz und gar umfassend glücklich fühlen zu können. Meine Ängste und Depressionen zu verlieren. Gesund zu sein und zu bleiben. (Oh je, das sind schon wieder gleich drei Wünsche, die freilich sehr miteinander zusammenhängen.)

**

Wer nun immer noch ein bisschen mehr über mich erfahren möchte, der mag das Wort „Stöckchen“ oben in die „Suche“ eingeben. In den dann erscheinenden Beiträgen ist insoweit allerlei zu finden …

Im Übrigen könnten die dort jeweils von mir beantworteten Fragen ja vielleicht für den einen oder anderen Leser, der meinem Blogtagebuch folgt, auch ein „Stöckchen“, das er/sie aufnehmen mag und also  Anregung zu sein, seine eigenen Ansichten und Gedanken dazu aufzuschreiben. Ich würde mich freuen, dazu mal anderswo lesen zu können …

***

Abschließend noch eine Melodie, die ich gestern fand, und die mir als solche und speziell in der hier dargebotenen Art und Weise , sehr gut gefällt:

Simply Three – „Rain“

13 Antworten zu “Sammelsurium -93- (Etwas mehr über mich und ein „Stöckchen“)

  1. Tja, da gibt es keine Einwände meinerseits. Eher schon ein dickes Dankeschön für diese Art des Mitmachens. Ich freue mich über Deine Antworten und bin wirklich überrascht, dass Du kein Auto fährst. Das Du Dinge anders angehst sieht man hier in Deinem Blog nicht nur bei diesem Beitrag. Das mit dem Annehmen von sogenanntem Eigenarten kann fürwahr recht schwierig sein, aber wir arbeiten irgendwie alle daran, nicht wahr. Wenn Du zufrieden bist, hast Du vielleicht auch gar nicht den Drang zu reisen. Und zu guter Letzt die Drogen, die keiner mag, das ist auch gut so.
    Danke für’s Mitmachen und erzählen.
    Wir bleiben jetzt noch mehr am Ball.

    Herzliche Grüße von Barbara

    Gefällt 1 Person

    • Das kann gut sein.

      Ich bin, was Musik angeht, seit einiger Zeit recht individuell unterwegs, was das Aufspüren von Melodien betrifft. Ich denke, dass nur wenig von dem, was ich hier in meinem Blogtagebuch teile, so richtig Mainstream ist. Ich finde die Sachen aber alle sehr hörenswert. Sind immer Sachen, die ich selbst mag. Manchmal sehr!

      Schön, wenn Dir davon das Eine oder Andere gefällt.

      Liken

  2. Hallo Sternfluesterer,

    nun bin ich in deiner Welt unterwegs und habe es mir kurz gemütlich gemacht. Tee ist noch genügend da, falls du magst 😉

    Es ist interessant mehr über die Person dahinter zu lesen und sich ein kleines Bild machen zu können. Du bist mir sowieso, wie von Anfang an schon, sehr sympathisch. Ich denke wir haben gewisse Ähnlichkeiten die wir teilen und vor allem auch gefühlsmäßig teilen.

    Im übrigen wollt ich aber auch kurz erwähnen, dass Delfine nicht wirklich unbeschwert sind, nur weil sie leicht und extrem schnell -ohne wirklich etwas zu tun- durch das Wasser gleiten.
    Delfine werden leider für den Tourismus missbraucht (Delfinschwimmen, Tiershowss etc.) Sie werden in einen kleinen Pool gesteckt und miserabel behandelt.
    Dann gibt es noch die tolle jährliche Deflinschlacht…wo einfach drauf los geschlachtet wird.
    Viele beachten nicht die Dinge dahinter oder wissen es auch einfach nicht. Aber auf dieser Welt ein Tier zu sein beherbergt leider auch viele negative Aspekte. Nur weil der Mensch meint über Lebewesen zu bestimmen, wie er es mag.
    (Entschuldige aber die kleine Eule ist eben auch Tierschützerin)

    so und nun wünsche ich dir einen entspannten restlichen Tag.

    Ganz liebe Grüße
    Jenni

    Liken

    • Ja, liebe Jenny, ich denke auch, dass da vom Empfinden, der Empathie her, Gemeinsamkeiten bei uns sind, womöglich gar nicht so wenige …

      Deine Anmerkung, dass Delfine bei Weitem nicht immer unbeschwerrt leben, ist natürlich vollauf berechtigt. Ich habe auch schon Etliches über die Quälerei, die diesen Tieren durch den menschen widerfährt, gehört, gelesen, gesehen. Tiershows und Zirkussen mit Tieren kann ich auch nichts abgewinnen, das ist alles nur gemacht, um die Gafflust und das Sensationsgeheische von Menschen zu bedienen. Schrecklich!

      Aber ich mag aber Delfine als solche halt sehr gern, wenn sie so frei, so unbeschwert leben können, wie es ihrer Natur entspricht, dann träume ich mir halt manchmal wie es wäre, ein Delfin zu sein. (Unter anderem …)

      Dankeschön, Du kleine Eule, habe mich sehr über Deinen Kommentar gefreut! Dir auch ganz liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

      • Ich habs ja auch nur erwähnt, du sollst diese anmutigen Tiere gern haben, sie haben es verdient.

        Bei mir, ich denke das ist sehr offensichtlich ist es die Eule. Dieses erhabene Wesen hat es mir seit ich Kind bin angetan. Diese Schwerelosigkeit und einfach hin zufliegen wohin einen bedarf.

        Mir wurde auch schon die Ehre zuteil, dieses Wesen auf den Arm zu tragen und es näher kennen zu lernen.

        Ganz liebe Grüße

        Gefällt 1 Person

        • Eulen sind sehr schöne Tiere, ja! – Ich habe das Foto, das Du mit Deinem Vorstellungseintrag auf Deinem Blog gepostet hast, gesehen. Dort ist eine große Eule direkt bei Dir. Beeindruckend!

          Auch hier und noch einmal sehr gern: Liebe Grüße!

          Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s